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Sie ist immer da.
In jeder Situation.

Du siehst mein Lächeln.
Du hörst mein Lachen.

Es ist eine Frage der Zeit.
Die Gedanken kreisen,
immer wieder:

Wann lähmt sie mich wieder?
Wie stark ist der Absturz diesmal?

Du siehst nicht, dass sie immer da,
Egal ob ich lache, weine oder mich taub fühle.

Sie verhindert, dass ich gern vor die Tür gehe.
Sie verhindert, dass ich an mich selbst glaube.
Sie verhindert, dass ich dauerhaft Gutes genießen kann.
Sie verhindert, dass meine Wahrnehmung der Realität entspricht.

Du siehst die gute Zeit,
Aber nicht, wie groß die Angst in mir ist.

Du sagst, du siehst die wahre Steffi,
Aber die wahre Steffi ist noch immer gelähmt vor Angst.

Die Angst ist immer da.
In jeder Situation.

Hirngespinste

Sie dominieren den Alltag.
Scheinen real, aber alle sagen, das sind sie nicht.

Es ist ein Kampf gegen die eigenen Gedanken,
Wenn ich ihnen Herr werden will.

Es ist ein Kampf gegen mich selbst.
Was kann ich glauben, wenn nicht meinen eigenen Gedanken?

Was ist real?
Was ich erlebe und dabei denke und fühle?
Was andere sagen, wie es „wirklich“ ist?

Sind meine Gedanken nicht auch legitim und real?
Sind meine Gedanken nur eine Lüge?
Sind meine Gedanken mein Fehler?

Verdrängen klappt mal mehr, mal weniger gut.
Klappt es, so heißt es, die „wahre“ Steffi ist da.
Klappt es nicht, so heißt es, dass ist nicht deine wirkliche Wahrnehmung.
Aber woher wissen es andere?

Außenstehende scheinen meine Gedanken, die so laut sind,
Besser zu kennen und zu verstehen als ich selbst.

Bilde ich mir alles nur ein? Sind meine Gedanken nicht echt?
Oder, sind sie echt und die anderen sprechen Lügen?

Wie soll ich das jemals herausfinden?

Psychische Erkrankungen | MULS #3

Der Inhalt dieser Folge ist ein sehr persönlicher für Steffi, es tat ihr aber unglaublich gut über ihre Erkrankung und ihre Erfahrungen damit zu sprechen.

Zögert nicht, Euch Hilfe zu suchen, wenn Ihr das Gefühl habt Ihr schafft es allein nicht mehr oder könnt einfach nicht mehr:

Notfallnummern

In dieser Folge:

Das Vulnerabilitäts-Stress-Modell:

Quelle

Und die Seite für die Diagnosedefinitionen.

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Verloren

Wieder einmal irre ich verloren in meinen Gedanken und Gefühlen. Habe den Bezug zu meinem Leben und zu mir selbst verloren. Niemand kann es sehen, fühlen und verstehen was für eine Leere und gleichzeitig ein überladenes, gruseliges Labyrinth in mir ist.

Ich finde den Weg nicht hinaus.

Aber was gibt es auch da draußen? Warum sich über alle Hindernisse quälen, immer wieder, wenn man doch wegen nur eines Ereignisses wieder mitten drin steht?

Den alten Weg gibt es nicht mehr. Wird es irgendwann mal keinen neuen Weg nach draußen geben? Wie lange werde ich diesmal brauchen? Bin ich jemals rausgekommen? Oder habe ich immer nur eine kurze Pause auf einer friedlichen Lichtung gemacht?

Ständig gegen einen selbst und den Hindernissen im Labyrinth kämpfend. Ich bin es leid. Ich bin erschöpft. Und bei jeder Pause denke ich, jetzt ist es geschafft, und draußen bin ich. Ich kann einfach nicht mehr.

Die Hindernisse kommen wieder, jedes Mal höher und schwere zu überwinden. Die Hindernisse gewinnen immer häufiger. Kein Licht kommt durch die Labyrinthmauern hindurch. Es ist überall dunkel. Nie weiß ich, was mich an der nächsten Ecke erwartet. Welchen Weg muss ich bei einer Kreuzung einschlagen? Ist das überhaupt relevant?

Stecke ich einfach nur noch fest und erkenne es einfach nicht?

Werde ich jemals da herauskommen und frei sein?

Wer bin ich?

Werde ich je wieder ich selbst sein?

Wer bin ich überhaupt? Welche Gedanken sind meine eigenen, welche die Depressionen? Was für Wünsche und Ziele habe ich? Wo möchte ich hin? Was möchte ich von meinem Leben?

Ich habe komplett den Bezug zu mir selbst verloren. Ängste, Niedergeschlagenheit, Erschöpfung, Überforderung und Unsicherheit prägen mein Verhalten und Denken. Aber ist es überhaupt mein wahres Denken und Fühlen oder kommt all das nur durch die Depression?

Ich verstehe auch nicht, wer ich bin. Was ich alles tu, weil ich es will und was ich mache um zu funktionieren, um anderen zu gefallen oder um einfach nur reinzupassen..

Entscheidungen zu treffen, erscheint mir unmöglich, denn ich weiß nie, was ich eigentlich möchte.

Gute Phasen/Zeiten kann ich relativ intensiv genießen, aber immer ist da im Hinterkopf, dass sie nur vorübergehend sind. Wann geht es wieder bergab? Selbst, wenn ich mal glaube, es ist überstanden, kommt der Absturz umso stärker und schlimmer.

Es gibt kein bisschen Selbstvertrauen und Selbstsicherheit mehr in mir. Alles macht mir nicht nur Angst, sofort habe ich das Gefühl abgelehnt, ungeliebt und ausgeschlossen zu sein. Der Kopf gewinnt halt doch noch immer: ich sei nicht gut genug, ich sei nicht wichtig genug, ich sei überhaupt nicht wichtig oder relevant, ohne mich wäre alles für die anderen einfacher, …

Was kann ich überhaupt? Was bedeutet Glück für mich? Gibt es für mich Glück? Werde ich noch einmal so fühlen können, wie ich mal Gefühlt habe? Werden die Ängste auch wieder vergehen?

Wie kann ich herausfinden, wer ich bin ? Woher bekomme ich die Kraft, einfach der Mensch zu sein, den ich mir vorstelle? Woher bekomme ich die Energie, meine Ziele zu finden und umzusetzen?

Ich möchte einfach nur noch, dass es vorbei ist. Egal wie. Entweder ganz und gar oder eben gelöst. Aber beides scheint im Moment keine Option zu sein.

Wie finde ich mich wieder? Wer war ich und wer bin ich?

Es geht langsam los!

Hallo Ihr Lieben,

wir haben es geschafft und unsere erste Podcast-Folge aufgenommen. Während Kerstin die Audio-Datei bearbeitet, nehme ich nun den Online-Auftritt in Angriff.

So nach und nach wird alles wachsen und voller werden. Bis dahin, bitten wir Euch um etwas Geduld.

Liebe Grüße,

Steffi